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Menzi Muck erzielt Rekordumsatz
Der Widnauer Baggerproduzent im St. Galler Rheintal konnte das 2010 mit einem Rekordergebnis abschliessen. Der Bruttoumsatz wurde auf über 52 Mio. Franken gesteigert.
„Wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns. In allen Geschäftsfeldern konnten wir die avisierten Ziele übertreffen. Den Konjunktureinbruch im Jahr 2009 haben wir genutzt und das ganze Sortiment überarbeitet. Gleichzeitig haben wir unsere Eigenproduktepalette ausgebaut und den Menzi Raddumper 45rd entwickelt. Mitte 2010 wurde die erste Maschine in der Schweiz verkauft. Auf Anhieb zählen wir mit diesem emmissionsarmen Dumper zu den erfolgreichsten Anbietern in dieser Klasse. Trotz Rekordjahr werden wir auch künftig den Umsatz mit innovativen Produkten weiter ausbauen“, sagt
René Bürgler
, der Geschäftsführer der Menzi Muck AG.
Dank dem aktuell hohen Auftragsbestand plant die Menzi Muck AG auch dieses Jahr weiteres Wachstum. Neue Handelsprodukte, welche Ende Februar 2011 auf der Baumaschinenmesse in Luzern präsentiert werden, und neue Vertriebspartner in allen Erdteilen, stimmen den Marketingleiter
Christoph Schumacher
sehr optimistisch. „Unsere Strategie: Den Ausbau der Exportmärkte und der Produktpalette werden wir auch in den nächsten Jahren konsequent weiterführen. Trotz Währungsturbolenzen lässt der aktuelle Auftragseingang bereits jetzt erfreuliche Prognosen für das Jahr 2011 zu.“
Heute beschäftigt die Menzi Muck Gruppe im In- und Ausland über 200 Personen. Gezielt werden Baumaschinenmechaniker, Konstrukteure und Logistiker ausgebildet. Derzeit sucht der Widnauer Baggerproduzent zusätzliches Personal in den Bereichen Beschaffung, Vertrieb und Baggerbau.
Zwei Menzi Muck bei -40° in der Antarktis
Zwei Menzi Muck A91 wurden Ende September auf die Reise in die Antarktis geschickt. Von den über 80 arktischen Forschungsstationen gilt Spitzbergen als grösstes Labor der Welt.
In einer einwöchigen Schulungszeit konnten sich zwei Fahrer und ein Mechaniker mit dem Muck A91 vertraut machen. Schwergewicht bei der Schulung war der „Bohrbagger A91“, welcher mit einer knapp 2 Tonnen schweren Bohrlafette ausgerüstet ist. Das Pflichtenheft für dieses Antarktis Projekt schrieb vor, dass die Maschinen bis -40° Celsius arbeiten können.
Die Ingenieure in Widnau mussten die beiden Grundmodelle zusätzlich mit einer Standheizung, einer Dieselvorwärmung, einer Kühlwasserheizung und einer Hydraulikölheizung ausstatten, damit eine tadellose Funktion garantiert ist. Die arktische Crew kann allerdings nur 4 Monate im Jahr mit den Maschinen arbeiten. Während der restlichen 8 Monate erreichen die Durchschnittstemperaturen -55°. Und unter solchen Bedingungen würden auch die Adaptionen nicht mehr ausreichen.
Von Widnau aus wurden die beiden Maschinen mit Zubehör vorerst nach Tavanger in Norwegen gebracht. Nach der Umladung ging der Transport nach Kapstadt in Südafrika, wo sie auf einen russischen Eisbrecher verladen wurden mit Endziel Antarktis. Nach einer knapp 2 monatigen Transportdauer kommen die beiden Menzi Muck ca. Ende Oktober in der Antarktis an. Nach einer einmonatigen Baustellen-Vorbereitung kommen die Maschinen etwa Ende November erst zum Einsatz: eine neue Forschungsstation für einen indischen Konzern soll erstellt werden.
Noch abenteuerlicher als der Transportweg der Maschinen, ist die Reise der drei Mitarbeiter. Mit einem russischen Frachtflugzeug mit einer Ladekapazität von 40 Tonnen reisen sie von Kapstadt in die Antarktis. Auf halbem Weg wird entschieden, ob das Flugzeug am Zielort aufgrund der Witterungsbedingungen landen kann. Falls nicht, wird wieder umgekehrt, weil die Dieselreserven nur für eine Route ausreichen.
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